Schneckenkorn kann auch Hunde und Katzen töten
Herbstzeit ist Schneckenzeit. Viele Gartenbesitzer bekämpfen die schleimigen Kriecher jetzt mit Schneckenkorn. Das ist aber nicht nur für die Schnecken selbst lebensgefährlich, sondern auch für Hunde und Katzen.
Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., berichtet von einer Frau, die ihre Katze bei TASSO als vermisst gemeldet hatte: “Drei Tage später rief die Frau wieder an und erzählte, sie hätte ihre Katze gefunden, tot hinter der Heizung im Keller.” Eine Untersuchung beim Tierarzt habe ergeben, dass die Katze vermutlich an Schneckenkorn verendet ist. “Die typischen Vergiftungssymptome wie Erbrechen und Lähmungen sind bei Hunden viel leichter zu erkennen als bei Katzen. Die ziehen sich in solchen Fällen in abgelegene Winkel zurück”, weiß McCreight. Laut Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher gebe es gegen eine Vergiftung mit Schneckenkorn vor allem bei Hunden kein wirksames Gegenmittel: “Bis spätestens einer Stunde nach der Aufnahme des Korns muss bei dem Hund der Magen ausgepumpt oder sonstwie geleert werden. Klappt das nicht und lassen sich die Krämpfe nicht medikamentös lindern, ist es in der Regel zu spät, die Vergiftung endet tödlich.”
Wie die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN berichtet, enthält handelsübliches Schneckenkorn das Nervengift Metaldehyd, das bereits in kleinen Mengen tödlich sein kann. “Gartenfreunde mit Kindern oder Heimtieren sollten es auf keinen Fall verwenden”, warnt Martina Schnell, Heimtier-Referentin der Stiftung. Es komme immer wieder zu tödlichen Vergiftungen, nicht nur bei Hunden und Katzen, auch so mancher Igel würde qualvoll am Schneckengift sterben.
McCreight empfiehlt zur Schneckenabwehr Mittel, die ohne Chemie wirken, beispielsweise Schneckenzäune, Bierfallen oder die Ansiedlung natürlich Fressfeinde wie Igel, Frösche, Eidechsen, Blindschleichen und Spitzmäuse. “Obwohl es verlockend klingt, sollte man aber keine indischen Laufenten zur Schneckenvertilgung anmieten”, sagt der TASSO-Chef. „In letzter Zeit häufen sich Internet-Angebote zu dieser Möglichkeit.” Die Enten hätten zwar eine ausgesprochene Vorliebe für Schnecken, würden aber das biologische Gleichgewicht des Gartens durcheinander bringen, sagt McCreight und beruft sich dabei auf Björn Clauss, einen Spezialisten für Laufenten aus dem oberbayrischen Soyen. Zudem sei das Mieten von Haustieren, die sich ständig an eine neue Umgebung gewöhnen müssen, nicht artgerecht.
Quelle: TASSO Newsletter


Phil um 19:40 am 27. Juli 2010 Permalink |
Wie gut dass ich den Blog gefunden habe, ich wusste das nicht. Werde das meinen Eltern gleich sagen, die Katzen gehen bei ihnen in den Garten.
Lasthebemagnete um 11:12 am 8. Juli 2010 Permalink |
Ich finde man sollte so ein Gift zumindest in Städten nicht streuen dürfen ! Natürlich kann ich nachvollziehen das Gärtner ihren GArten schützen möchten aber wie es der Text schon sagt gibt es andere Möglichkeiten!
ulli um 13:01 am 31. Januar 2009 Permalink |
Die Schnecken stammen aus Afrika, “Speed”haben wir in London auf einem afrikanischen Wochenmarkt gekauft. Er wurde dort zusammen ca. 300 Leidensgenossen zum Kauf angeboten.
ullis letzter Artikel..Der Weg der Katze zum Haustier
Black Angel um 09:27 am 31. Januar 2009 Permalink |
Wow, wusste gar nicht, dass Schnecken in Europa so gross werden können. Beeindruckend!
ulli um 18:26 am 30. Januar 2009 Permalink |
Hallo, wie wir zum Thema Schnecken stehen, kannst du hier sehen:
http://www.pfoetchenidyll.de/19.html