Am 30.12.2009 um ca. 08:15 Uhr verstarb mein Vater Klaus Sander, geb. 24.06.1940, nach langer Krankheit. Alles was bleibt sind Erinnerungen und Bilder.
Leider konnte ich die letzten Jahre nicht so aktiv für meinen Vater da sein. Meine Schwester Saskia und ihre Familie haben sich sehr intensiv gekümmert.
Ich bin sehr traurig darüber, dass ich auf Grund der momentanen Situation nicht die Möglichkeit habe heute zur Trauerfeier und Beisetzung nach Deutschland zu reisen.
Auf diesem Wege möchte ich mich vor Allem bei meiner Halbschwester Saskia und ihrer Familie herzlich für alles bedanken.
Auch an alle Freunde und Bekannte, die gekommen sind um meinen Vater zu verabschieden, hiermit ein herzliches Dankeschön.
Hier noch ein Gedicht von meinem Vater, welches mir immer sehr gefallen hat:
Des Klempners Töchterlein
War einst ne Jungfrau herrlich anzusehen,
die wollte mal zum Maskenballe gehen.
Jedoch ihr Vater, der Klempnermeister Krause,
der sagte: „Nein, du bleibst bei mir zuhause.“
Doch schließlich gab er ihrem Bitten nach
und sprach: „Na, ja, so sei’s denn abgemacht.
Als Jungfrau von Orleans gehst du zu diesem Balle,
doch das Kostüm mach ich in jedem Falle.“
Recht stramm und fest macht er die Rüstung dann
und zog aus Blech ihr eine Hose an.
Und dann hat er, wobei sie zart errötet,
die Hosennähte fest mit Blei verlötet.
Zum Maskenballe wünscht er viel Pläsier.
Jedoch um zwölf, da bist du wieder hier.
Im Stillen denkt er „die Rüstung wird schon nützen,
die Jungfrau unter Garantie zu schützen“.
Als sie noch nicht zurück um Mitternacht,
hat er sich selber auf den Weg gemacht.
In jenem Balllokale er dann fragte,
der Kellner am Buffet ihm aber sagte:
“Die Jungfrau sass mit ‘nem Bajazzo dort.
Sie tranken Sekt und gingen zeitig fort.
Der Herr sei zu ihm an’s Buffet gekommen,
und hat den Büchsenöffner mitgenommen.”
Autor: Klaus Sander
Kris Witt

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