Der Weg der Katze zum Haustier – Teil 3
Die Römer
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Ägyptens Ruhm schwand mit dem Aufstieg des römischen Reiches, und damit erlosch auch die Verehrung und Anbetung der Katze. In römischen Chroniken wird sehr wenig über Katzen berichtet. Man ist jedoch der Überzeugung, dass die Römer die ersten Katzen nach England brachten, als sie in das Land einfielen. Eine der berühmtesten Katzendarstellungen (Bild links) stammt aus POMPEJI. Die Stadt wurde 79 n. Chr. durch einen Vulkanausbruch zerstört, aber man fand seltsamerweise bei den Ausgrabungen keine Katzenknochen. Die Römer hielten Katzen und schätzten sie wegen ihrer Jagd auf Schädlinge wie Mäuse und Ratten. |
Da sie sie nicht angebetet haben, gab es keinen Grund, sie nicht in andere Länder mitzunehmen. Es scheint, dass römische Soldaten und auch Feldherren ihre Katzen mitnahmen auf die Feldzüge, denn in Nordfrankreich gibt es Grabsteine aus dem 1. und 2. Jh. n. Chr., auf denen Katzen mit ihren Besitzern dargestellt sind. Also verdanken wir es wahrscheinlich den Römern, wenn diese Tiere in Europa und möglicherweise auch im Rest der Welt bekannt wurden.
Europa und England
Abgesehen von einigen Katzenknochen, die in den Ruinen von römischen Villen in England gefunden wurden und von Fußabdrücken auf alten Ziegelsteinen, gibt es nichts, woraus wir ersehen könnten, wie die Ahnen unserer europäischen Hauskatze aussahen. Höchstwahrscheinlich waren sie aber kurzhaarig und getigert. Man bemerkte sehr bald, dass Katzen zum Schutz der Vorräte ausgezeichnet geeignet waren, und da es zahme Katzen sehr selten gab, wurden sie entsprechend geschätzt. Wildkatzen hingegen wurden weiterhin wegen ihres Felles gejagt.
Im Jahre 948 n. Chr. erließ ein Stammesfürst aus Wales strenge Gesetze zum Schutze der Hauskatze. Er ordnete an, dass jeder, der eine Katze stahl oder tötete, dazu verurteilt wurde, entweder ein Schaf oder ein Lamm abzutreten. Oder aber eine Menge an Weizen, die nötig wäre, das tote Tier zu bedecken, würde man es am Schwanz so aufhängen, dass es mit der Nase gerade noch den Boden berührte.
In Irland gab es keine wilden Katzen, aber die domestizierte Hauskatze muss dort schon vor mehr als tausend Jahren bekannt gewesen sein, da das alte keltische Kreuz in Lough zwei Katzen zu Füßen Christi darstellte. Aus Irland stammen auch zahlreiche Sagen, in denen Katzen eine Rolle spielen, darunter auch die Geschichte von den beiden Katzen in Kilkenny, die so erbittert miteinander kämpften, dass am Ende nur noch ihre Schwänze übrig blieben.
Katzen im fernen Osten
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Die Katzenhaltung verbreitete sich langsam, beginnend in den Ländern des nahen Ostens. Um 1000 v. Chr. findet man die Hauskatze erwähnt in einem Sanskrit-Text. Die etwa 480 v. Chr. entstandenen Epen Ramayana und Mahabharata enthalten ebenfalls Geschichten über Katzen. Zu dieser Zeit verehrten die Inder eine Mutterschafts-Göttin in Katzengestalt, ähnlich der Bastet, namens Sasti, und lange Zeit war es für Hindus eine religiöse Pflicht, mindestens eine Katze zu ernähren. Etwa 400 n. Chr. erreichten die ersten Katzen China. Im 12. Jh. hielten sich reiche chinesische Familien gelbe und weiße Katzen. Auch auf Märkten wurde mit Katzen gehandelt. Während der Regierungszeit des Kaisers Ichi Jo (986 – 1011 n. Chr.) kamen chinesische Katzen als Haustiere aus China nach Japan. Die Japaner nutzen die Katzen aber schon viel früher nicht als Haustiere, sondern um die Zucht der Seidenraupen vor Mäusen zu schützen. Die Katzenverehrung wurde aber bald so groß, dass man diese Tiere lieber im Haus verwöhnte. |
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Sie stellten dann zum Schutz der Seidenraupen Katzenfiguren auf, hängten Zeichnungen an die Wände und glaubten das würde auch die gewünschte Wirkung bringen. Da dies aber ein schwerer Irrtum war, fielen die Katzen in Ungnade. Im 17. Jh. war aber der Ertrag der Seide durch die Verwüstungen der Mäuse so stark zurückgegangen, dass die Regierung Gesetze erließ, nach denen den Katzen nicht verfolgt werden durften und jeglicher Handel mit Katzen wurde verboten. Ein Verstoß gegen diese Gesetze wurde schwer bestraft. So gewannen die Katzen wieder an Ruhm und Ansehen.
Angeblich sollen die japanischen Katzen alle weiß und blauäugig gewesen sein. Es gab aber auch einige schwarze und schildpatt-farbene, die unter dem Namen “Mike” bekannt waren. Meistens kupierte man ihnen die Schwänze, da man annahm, dass Katzen mit langen Schwänzen menschliche Gestalt annehmen und magische Kräfte hatten. Katzen mit kurzen Schwänzen, wie die Bobtail-Katze, sind auch heute noch in Japan sehr beliebt.
Thema morgen: das Mittelalter und die modernen Zeiten








Brustvergrößerung 15:47 on 29. Dezember 2009 Permalink |
Ich habe gelesen, dass Katzen nicht nur in Ägypten, sondern auch in anderen angrenzenden arabischen Ländern (Palestina u.a.) immernoch in einem gewissen Grad als heilig gelten (Man darf Ihnen keinen Schaden zufügen und sie nicht töten.)
Irgendwie verständlich. Katzen haben einfach so etwas mystisches, erhabenes an sich, dass ich mir gut vorstellen kann wie sich die Ägypter oder andere Völker solche Mythen erdacht haben.
Nikki und Michi - Nilkreuzfahrt 13:32 on 28. Dezember 2009 Permalink |
Wir haben uns eine wunderschöne Figur von Bastet (der katzenartigen Gottheit) aus Ägypten mitgebracht. Die Alabsterwerkstätten in der Nähe des Tals der Könige und dem Hatschepsut-Tempel sind eine echte Fundgrube. Man muss nur aufpassen, wirkliche Handarbeiten zu erstehen und keine gegossenen Maschinenfiguren. Bastet ist ja auch die Göttin der Freude, des Tanzes, der Musik und der Feste. Bisher hat sie uns viel Freude gemacht…
Martin 16:45 on 17. Februar 2009 Permalink |
Apropos Egypten. Wer in der Innerschweiz oder nahe wohnt, dem kann ich die Veranstaltungen des RETURN OF THE LIGHT – Zyklus nahelegen: Der erste Teil, heisst RETURN OF THE LIGHT. Er wurde schon mal durchgeführt, damals noch im Topas, dann aber abgebrochen. Ich war und kann sagen, ich würde wieder gehen. Ich und andere Egypten-Änhanger wollen, dass das Ritual vollendet wird. Unter http://www.metalwarriors.ch habe ich das neue Metal Warrior Journal abonniert (kostenlos!) und bin gespannt, wann es kommt, vielleicht steht darin neues, ich kann es Euch an selber stelle posten, falls gewünscht.
Black Angel 09:04 on 18. Februar 2009 Permalink |
Sorry, aber dies ist eigentlich Spam, der Kommentar hat mit dem eigentlichen Artikel absolut nichts zu tun.